Produktinformationen "Ich rette die Welt – aber erst mal eine rauchen"
Zwischen Bombenanschlägen und Beschuss unterschiedlichster Kriegsparteien sucht sie nach den Gründen für die Eskalation. An ihrer Seite ist Nathan, ein berühmter, vom Schicksal gezeichneter Fotograf. Gemeinsam stoßen sie auf menschliche Abgründe und unbequeme Wahrheiten.
Die Frage nach dem Sinn für all das Chaos in Syrien und in der Welt gerät zu einen Rennen auf Leben und Tod.
- Auflage: 1 (07. November 2019)
- Autor: A. K. Grundig
- Sprache: Deutsch
- Taschenbuch: 252 Seiten
- Empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
- Größe: 12,5 x 19 cm
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1 - 10 von 17 Bewertungen
1. Juni 2022 17:49
Tolle Geschichte über die Sinnlosigkeit des Krieges
Die Kriegsreporterin Lea ist immer dort unterwegs, wo es gerade eskaliert. Jeder kämpft gegen jeden, die Unberechenbarkeit und Sinnlosigkeit des Krieges samt allen Grausamkeiten regt zum Nachdenken an.
Was aus einer guten Idee entsteht, wird immer wieder pervertiert im Krieg. Die Guten sind plötzlich die Bösen. Die ständige Angst der Reporter vor Anschlägen und Scharfschützen, die Angst um ihre Freunde, die sie nicht erreichen können.
Sehr bildhaft zeigt uns die Autorin eine Welt, wie wir sie lieber nicht haben möchten, und eben doch ständig irgendwo präsent haben.
Interessantes Buch, spannend geschrieben.
26. Oktober 2021 20:18
Authentisch und herzzerreißend
Journalistin Lea und Fotograf Nathan, beide von einem unbändigen Bedürfnis getrieben die Welt zu retten, finden sich mitten im Syrien wieder, praktisch mitten im Krieg zwischen Bomben, Leichen und unendlich viel Armut und Trauer. Weg könnten sie.. aber eigentlich nicht. Was tust du.. wenn deine Seele und der Schmerz darin dich so sehr an einen Ort gefangen hält, der dich jedoch jederzeit töten könnte?
Um mich hier zu outen.. dieses Buch verursacht absoluten Weltschmerz, schafft es jedoch „Politik“ in einen Kontext einzubetten, der sehr verständnisvoll vermittelt wird.
Die Motive der Protagonistin sind in den meisten Fällen für den Leser absolut nachvollziehbar. Trotz des gesellschaftskritischen Kontext des Buches ist Handlung spannend gestaltet. Ich finde, die Autorin hat es geschafft, den Figuren eine unheimliche Tiefe zu geben, was nicht einfach ist, wenn man die Geschichte auf 244 Seiten erzählt. Vor allem die Geschichte von Nathan war dermaßen spannend und traurig, dass ich ein einigen Stellen einfach mit den Tränen kämpfen musste.
Besonders gerne mochte ich aber einfach den Schreibstil. Das Wortbuilding ist grandios und vor allem muss man einfach die Recherchearbeit der Autorin loben. Dermaßen authentisch und realitätnah Situationen zu schildern ist absolut beeindruckend. Vor allem die arabischen Worte zu lesen hat mich irgendwie total gefreut. Bisschen traurig hat mich jedoch gemacht, dass sie eine Figur, die so heißt wie ich, einfach in den ersten Seiten sterben lässt.
Zusammenfassend wirklich ein unglaublich großartiges und authentisches Buch, was einen absolut zum Nachdenken anregt und viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich kanns kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen.
30. Mai 2021 18:41
Am Ende hat es mich sogar ein paar Tränen gekostet
Dieses Buch hat mich emotional total mitgenommen. Es geht in diesem um die Kriegsreporterin Lea, welche uns mitnimmt in ihren Alltag zwischen Bombenanschlägen, Schießereien, Toten, Verwundeten, kurzum: den Krieg in Syrien. Ein Alltag, welcher geprägt ist von schrecklichen Ereignissen.
„Müssen wir die Erde erst mit Blut düngen, bevor Menschenliebe auf ihr gedeiht?“
Das ist eine von vielen Fragen, welche Lea sich tagtäglich stellt. Und es wären deutlich weniger, wenn sie nicht wäre: Die Liebe... So hat Lea nicht nur mit dem Krieg, sondern auch mit sich selbst zu kämpfen.
„Ich befinde mich an zwei Fronten: an der äußeren des Menschen und an der inneren der Seele. Es ist definitiv eine zu viel. An einem dieser Schlachtfelder werde ich fallen.“
Dieses Werk ist mir wirklich sehr nahe gegangen, denn es hat mir vor Augen geführt was am anderen Ende der Welt passiert. Oft verdrängen wir was anderswo auf der Welt passiert, da es so weit weg scheint. Wir können so dankbar sein, dass der Krieg nicht unseren Alltag bestimmt. Trotz dessen sollten wir niemals vergessen, dass nicht alle Menschen dieses Privileg haben.
Werke wie dieses führen einem das ganz deutlich vor Augen, auf erschreckende und doch wundervolle Art und Weise durch den tollen Schreibstil. Dass ich die Fortsetzung lesen werde sobald diese erscheint steht deshalb für mich außer Frage.
16. Mai 2021 19:55
Eine Geschichte, die unter die Haut geht!
Als junge Kriegsreporterin reist Lea durch die Krisengebiete der ganzen Welt. 2012 eskaliert die Situation in Syrien und Lea erlebt hautnah den Beginn des Krieges. Zusammen mit ihrem Fotografen Nathan sucht sie inmitten von Anschlägen, Leichenbergen und den verschiedenen Parteien den Sinn hinter dem Konflikt zu verstehen.
„Ich rette die Welt - aber erst mal eine rauchen“ hat mich zutiefst beeindruckt! Die tolle Autorin A.K. Grundig kann mit ihren Worten Welten öffnen und mit „Ich rette die Welt - aber erst mal eine rauchen“, hat sie uns eine Geschichte geschenkt, die uns ungeschminkt, brutal und ehrlich den Konflikt, das Leid, das Leben in Syrien und als Kriegsreporter/-fotografen vor Augen führt.
Dank dem unglaublich tollen und mitreissenden Schreibstil der Autorin kann sich der Leser/die Leserin den Verlauf der Geschichte bildlich vorstellen und mit den Protagonisten miterleben.
Die liebe A.K. Grundig hat all ihre Protagonisten liebevoll erschaffen und beschrieben. Jeder Einzelne von ihnen hat sich im Verlauf der Geschichte in mein Herz geschlichen. Durch die eingebauten Flashbacks wirken die Protagonisten noch authentischer und dem Leser/der Leserin noch viel näher. Ich persönlich hatte ständig Angst um diese tollen Menschen!
Fazit: „Ich rette die Welt - aber erst mal eine rauchen“ hat mich zutiefst berührt und fasziniert zugleich. Dieses Meisterwerk hat auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient und gilt aus meiner Sicht zu einem meiner Jahreshighlights 2020!
2. März 2021 16:42
Bombe!
Selten hat mich ein Cover in Verbindung mit einem sehr guten Titel so angesprochen und die Erwartungen waren echt hoch, als ich gelesen habe worum es geht. Als ich begonnen habe, wusste ich sofort, dass es anders war, als ich zunächst gedacht habe. Es war besser oder eher tiefer als ich gedacht habe. Trotz eines Interesses für weltpolitisches Geschehen habe ich wirklich viel für mich aus dem Buch in der Hinsicht mitgenommen, mehr erfahren und vieles weiter recherchiert. Aber neben diesem intellektuellen Benefit war es vor allem eine Geschichte, die an Herz ging und Charaktere, die man am Ende des Buchs schon wieder zu vermissen begann. Ich hab mir wirklich viel markiert und notiert, weil so viele inspirierende Stellen zwischen den Wirren des Syrien-Konflikts auf mich warteten.
Würde ich das Buch einem Freund empfehlen? Immer!
Für mich eine Pflichtlektüre in der Schule, denn so macht Poltikunterricht Spaß und man kann direkt in den Deutschunterricht übergehen, wegen der schönen Parabeln.
15. Februar 2021 11:04
erschütternder Politthriller
Die Autorin A.K. Grundig greift hier ein so wichtiges und nicht zu vergessendes Thema auf, dass ich mir sicher bin, dem mit meiner Bewertung nicht gerecht zu werden.
Aber es geht ja nicht nur um die Handlung, um den Inhalt, sondern das Buch im Allgemeinen und da tat ich mich stellenweise etwas schwer.
Erzählt wird im Präsens in der Ich-Form aus der Sicht von Lea. Dadurch erscheint alles sehr real und greifbar.
Die Protagonistin erhält stellvertretend für alle Kriegsreporter meinen vollen Respekt. Sie erlebt Unmenschliches und entsprechend zerrüttet sind ihre Gefühle und Gedanken. So schweifen diese oft ab. Genau hier fiel es mir mehrere Male schwer zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu unterscheiden und brauchte einen Moment, um wieder bei der eigentlichen Handlung anzukommen.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und recht philosophisch. Wie man sich bei einem Kriegsthema denken kann, ist er schonungslos und somit nichts wird beschönigt. Zu wissen, dass die Geschichte zwar fiktiv ist, die Kriegssituation jedoch nicht, hinterlässt ein beklemmendes und ergriffenes Gefühl. Es ist einfach nur schockierend, so bildhaft aufgezeigt zu bekommen, wie sehr ein Land und seine Einwohner darunter zu leiden haben.
Daher ist dieses Buch bestimmt nicht für jeden Leser geeignet. Ich kann diese aufwühlende und interessante Geschichte jedoch sehr empfehlen. Die Einblicke und Eindrücke, die man bekommt, regen definitiv zum Nachdenken und Hinterfragen an.
Von mir gibt es vier Sterne.
13. Januar 2021 15:24
Erschütternder Politthriller
Dieses Buch hat mich sehr bewegt und wieder einmal die Sinnlosigkeit des Syrien Krieges vor Augen geführt. Der Beruf des Kriegsreporters / Kriegsfotografen zählt meiner Meinung nach zu den gefährlichsten Berufen der Welt. Wie halten sie nur das ganze Elend, die Ungerechtigkeit und das sinnlose Gemetzel, bei dem selbst Babys, Kinder und Alte nicht verschont werden, aus? Das habe ich mich immer wieder während des Lesens gefragt.
Der Politthriller enthält eine klare Botschaft und regt zum Nachdenken an. Es wird immer wieder auf die Sinnlosigkeit und die damit einhergehenden Verkettungen des Krieges hingewiesen. Und das nicht bloß zwischen den Zeilen.
A. K. Grundig's Schreibstil ist schonungslos, professionell, emotional und tiefgründig.
Obwohl es sich hier um eine fiktive Story handelt, gelingt es der Autorin, diese dem Leser realistisch zu vermitteln.
?????:
Für mich steht dieses Buch stellvertretend für alle Kriege der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jeder sollte es lesen!
29. November 2020 15:45
Schockierend und grandios zugleich!!!
Jeder weiß um die Geschehnisse, die sich durch den Bürgerkrieg im mittleren Osten zugetragen haben. Jeder kennt Gruppierungen und Verbrecher, die im Namen einer Religion morden. Kämpfer aus aller Welt schließen sich Organisationen, wie al-Quaida oder dem daraus entstandenen IS an. Dann gibt es diejenigen, die genau diese Gruppierungen bekämpfen wollen. Und dann gibt es noch Menschen wie Lea. Sie ist Kriegsreporterin und befindet sich mit ihren Kollegen seit Jahren in Krisengebieten, wie dem Irak oder Syrien. Sie ist mitten im Geschehen und läuft neben Soldaten her, die zur selben Zeit in Kampfhandlungen verwickelt sind. Die einen machen den Westen für diese Terrororganisationen verantwortlich. Die anderen schlicht und ergreifend radikale Islamisten. Fakt ist, die Menschen und damit verschiedenste Gruppen bekämpfen sich gegenseitig untereinander und spalten sich und ihr Heimatland, wie z.B. das einst wunderschöne Syrien. Auch für Lea ist der Beruf nicht ungefährlich. Auch sie sieht Blut fließen, Menschen sterben und solche, die wie mordende Bestien aufeinander losgehen. Sie ist mittendrin und versucht mit ihren Kollegen irgendwie zu überleben. Aber auch wenn sie nur von der Presse sind, macht so manch einer auch vor Gewalttaten ihnen gegenüber nicht halt.
"Ich rette die Welt- aber erst mal eine rauchen" von @a.k.grundig_autorin ist ein absolutes Meisterwerk, welches dem Leser tiefere Einblicke in die Zustände in Kriegsgebieten wie Syrien und den Irak ermöglicht und die dortigen Geschehnisse aus der Sicht eines Kriegsreporters, wenn auch nur ansatzweise, nachfühlen und miterleben lässt. Ein sehr spannender Politthriller!
Dieses Buch bekommt von mir ⭐⭐⭐⭐⭐ von 5 Sternen!
21. Juni 2020 19:16
Interessanter und spannender Politthiller, der Lust auf mehr macht.
Es ist ein Politthriller und das erste Mal dass ich so ein Genre gelesen habe. Aber es hat mich neugierig gemacht und ich fand es sehr spannend. Ich sag es so wie es ist, der Inhalt des Buches ist nicht schön. Es geht um den Krieg in Syrien und ums pure Überleben. Die Autorin schafft es aber das Ganze realistisch darzustellen und bettet die Frage nach dem Warum immer wieder ein. Aber gibt es darauf wirklich eine klare Antwort?
Mir persönlich fehlt aber leider noch der rote Faden und das Ziel der Geschichte. Aber es handelt sich um den ersten Teil weshalb ich auf jeden Fall gespannt bin, wie es weiter geht.
21. Juni 2020 16:55
Wow, was für ein Buch
Ich hatte die Ehre im Bloggerteam für dieses großartige Buch zu sein und konnte es schon im Vorfeld kaum erwarten es zu lesen. Ehrlicherweise habe ich die Wirkung dieses Buches völlig unterschätzt. Aber vorher mal eine kurze Info zum Inhalt ?
Lea, Reporterin ist mit dem Fotografen Nathan in Syrien unterwegs. Sie möchte der Welt schreiben was sich dort zuträgt und Nathan möchte es mit seinen Bildern greifbar machen. Jeder Tag ist ein Kampf um´s nackte Überleben. Man ist hautnah dabei, wenn die Bomben neben ihnen einschlagen und riecht das Blut, wenn sie im Krankenhaus sind um versorgt zu werden.
Als ich das Buch bekam, begann ich ein paar Tage später auf dem Weg zur Arbeit es in der U-Bahn zu lesen. Tja, taktisch nicht gerade klug....auf Seite 3 hatte ich Tränen in den Augen, ein paar Seiten weiter war mir ganz komisch, weil ich Krankenhausgeschichten eigentlich so garnicht aushalte. ?
Der 2. Fehler war, dass ich mir dachte aufgrund der Dicke des Buches wäre ich an 1-2 Tagen fertig damit. Ähm, nein! Ich brauchte für meine Verhältnisse wirklich lange, weil es mich unglaublich mitgenommen hat. Zwischendurch musste ich Pause machen und verdauen was ich da gerade gelesen hatte.
Das Buch ist sprachlich absolut großartigst!! Aus meiner Sicht ist eine Steigerung kaum bis garnicht möglich. Es gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights! Nicht nur, dass man das Gefühl hat hautnah dabei zu sein, es regt einen wirklich zum Denken an. Die kleinen Probleme, die man so im Alltag mit sich herumschleppt und die einem so riesig vorkommen, werden ganz winzig wenn man bedenkt wie gut es einem eigentlich geht.
Ich kann nicht mehr tun als meine wärmste Leseempfehlung abzugeben! Lest es, denkt darüber nach und seid froh wie gut es uns allen geht.