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Planet Centronos

Produktinformationen "Planet Centronos"

Bei der Erkundung eines weit von der Erde entfernten namenlosen Wüstenplaneten stößt die Mannschaft des Raumschiffs ‚Excelsior‘ auf ein im Sand vergrabenes gigantisches Bauwerk. Bei der Untersuchung verschwinden zwei Wissenschaftler. Als Reinhardt Vorch die Rettungsmission beginnt, ahnt er noch nicht, welche Gefahren von der fremden Struktur und vom gesamten Planeten ausgehen.
Sechzig Jahre nach der risikoreichen ‚Excelsior‘-Expedition bricht ein Treck mit einem Dutzend verwegener Männer in die Wüste auf. Keiner von ihnen weiß, ob er zurückkehren wird.
 
Produktinformationen:
  • Auflage: 1 (14. September 2019)
  • Autor: Matt Pastore
  • Sprache: Deutsch
  • Taschenbuch: 428 Seiten
  • Empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe: 12,5 x 19 cm

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9. November 2020 13:28

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Nicht um Aliens geht es hier

Zum Unterschied von so manchen anderen sci-fi-Romanen "menschelt" es recht emsig in Matt Pastores "Planet Centronos". Es geht hier nicht nur um intergalaktische Reisen oder um den atemberaubenden technischen Fortschritt, es geht auch darum, worum es es in der Literatur seit ihren Anfängen schon immer gegangen ist: Um den Menschen mit seiner komplizierten Psyche, um Geltungssucht, Vorurteile, auch sehr viel um Liebe und das Streben nach Glück. Nicht um Aliens geht es hier, eher darum, wie sich der Einzelne in extremen Situationen bewährt. Dafür reicht mitunter ein Menschenleben nicht aus: Da hat aber der Autor einen Ausweg gefunden, der hier nicht verraten werden soll.
Die Handlung beginnt mit einer Grabung. Der Satz "Dass eine Zivilisation einst diesen Planeten bewohnte, ist vollkommen spekulativ" lässt ahnen in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Die leichtfüßigen Dialoge der Protagonisten und die Neuentdeckungen, die aus dem Sand zutage treten, kontrastieren mit der ariden, trostlosen Landschaft, in die es diese Gruppe Astronauten verschlagen hat.
Der technisch interessierte Leser kommt auf seine Kosten, wer das nicht mag darf sich auf die Schicksale der Personen konzentrieren, in beiden Fällen bleibt es spannend. Die Hauptperson des ersten Teils hat ein streng gehütetes Geheimnis, unerwartete Geschehnisse kommen hinzu und verflechten sich zu einem breiten Spannungsbogen. Schade, dass es Frauen in jener zukünftigen fernen Zeit nicht möglich ist Fahrererahrungen unterwegs zu nebenso fernen Sternen zu erwerben: Vielleicht wird das in einem nächsten Buch in einem nächsten Jahrhundert möglich sein. Denn: Dieses Buch verlangt, nein es schreit nach einer Folge.